Das homöopathische Mittel Aconitum napellus wird aus dem blauen Eisenhut hergestellt.
Aconitum napellus gehört zu den stärksten Mitteln der Homöopathie.
Dieses Mittel hat eine besonders starke Verbindung zum Herzen und zum Kreislaufsystem, zudem zum peripheren Nervensystem und unseren Schleimhäuten.
Aconitum napellus wird immer dann eingesetzt, wenn sich die Beschwerden plötzlich, schnell und stark entwickeln. So z.B. bei einer Erkältung die sich schnell verschlimmert, einer Bindehautentzündung, einer Grippe, bei schnell ansteigendem Fieber und sich schnell entwickelnden Entzündungen.
Deshalb setzt man dieses Mittel möglichst früh am Krankheitsbeginn ein, es hat dann seine stärkste Wirkungskraft.
Aconitum napellus passt besonders gut zu Personen, die sehr lebhaft sind, und die sehr robust sind. Diese Personen neigen dazu, schnell zu erkranken, aber auch schnell wieder gesund zu werden.
Die Beschwerden, die sehr plötzlich auftreten, sind sehr stark und bereiten der betroffenen Person eine große Angst davor, sterben zu müssen. Die Betroffene Personenn sind dann körperlich und geistig sehr ruhelos, sie haben eben Angst, ja sogar Todesangst.
Zu den Hauptanwendungsgebieten zählen unter anderem Entzündungen, die auch mit Fieber auftreten können. Typisch sind dann Symptome wie ein großer Durst, viel Hitze, die Haut brennt, die betroffene Person hat ein rotes Gesicht, oder ein rotes und dennoch seltsam "blasses" Gesicht, sie leidet unter Kurzatmigkeit, sie hat Schmerzen und der Kopf scheint wie leer zu sein.
Die Auslöser für die Beschwerden sind typischerweise kalter, trockener Wind, ein Schreck oder ein Schock.
Typisch ist auch, daß sich die Beschwerden gegen Mitternacht verschlimmern.
Typische Anwendungsgebiete für Aconitum napellus: Typische Anwendungsgebiete sind u.a. akute Atemwegsinfektionen. Die betroffene Person hat dann eine heiße Haut, zu weilen auch Fieber. Sie ist kurzatmig und hustet trocken. Sie möchte kaltes Wasser trinken, sie will aber nichts essen oder anderes trinken. Die Person hat eine berührungsempfindliche Haut und es kommt zu Kopfschmerzen.
Auch bei Angst und Beklemmung, sogar bei Panikattacken, kann dieses Mittel helfen. Die betroffene Person hat stark erweiterte Pupillen, ihre Glieder sind wie taub, sie haben Todesangst. Die betroffene Person möchte alleine sein, will nicht unter Menschen gehen.
Möglich ist die Gabe auch bei Frauen während der Wehen, wenn die Frau Angst davor hat, bei der Geburt zu sterben.
Ein weiteres Einsatzgebiet sind Augen- und Ohrentzündungen, wenn diese schmerzen und brennen. Es besteht eine erhöhte Lichtempfindlichkeit. Ohrentzündungen treten plötzlich auf, die betroffene Person verträgt dann keinen Lärm mehr, sie hat Angst und ist unruhig, manchmal kommt es auch zu Fieber.
Das homöopathische Mittel Aconitum napellus ist in Deutschland bis einschließlich D3 verschreibungspflichtig (Der blaue Eisenhut "pur" ist hochgiftig!)!
Weitere häufige Anwendungsgebiete von Aconitum napellus
Schmerzen
Erkältungen
Grippe
Verbrennungen
Panikattacken
Nackenschmerzen
Ohrenschmerzen
Fieber
Bindehautentzündungen
Husten
Masern
Krupphusten
Halsschmerzen
Röteln
Typische Potenzen sind die Potenzen D4 - D12.
Kleinere Potenzen sind verschreibungspflichtig!
Typische Symptome für Aconitum napellus
Aconitum napellus kann eingesetzt werden bei allen Beschwerden, die akut und plötzlich auftreten. Die Beschwerden sind eine Folge von Schock, Angst oder Kälte.
Die betroffene Person hat Beschwerden, die durch einen Schrecken verursacht wurden, z.B. einen Unfall oder einen Schock
Die betroffene Person hat plötzliche Krankheitssymptome
Die betroffene Person hat eine plötzlich auftretende Erkältung, verursacht von kaltem und trockenem Wind
Die betroffene Person verspürt große Angst, sogar Todesangst. Sie sagt auch ihre Todesstunde voraus
Die betroffene Person ist ruhelos
Die betroffene Person hat eine Entzündung der Bindehaut, verursacht von kaltem Wind. Die Augen sondern viel dünne Absonderungen ab.
Die betroffene Person bekam Zahnschmerzen durch kalten Wind
Die betroffene Person schmeckt einen bitteren Geschmack in ihrem Mund, außer bei Wasser, das schmeckt wie immer
Die betroffene Person hat eine blasse und eine rote Wange
Die betroffene Person hat großen Durst auf kalte Getränke
Die betroffene Person hat plötzlich auftretendes starkes Fieber, der Puls schlägt schnell
Die Haut der betroffenen Person ist heiß und trocken
Fieber wird durch Schweissausbrüche gesenkt
Die betroffene Person hat ein rotes Gesicht, das sich beim Aufrichten in ein blasses Gesicht verändert
Die Beschwerden sind eine Folge trockener Kälte, von kaltem Wetter oder von kaltem Wind
Die betroffene Person hat starke, fast unerträgliche Schmerzen
Die betroffene Person ist körperlich und geistig unruhig
Die betroffene Person glaubt nicht atmen zu können, bekommt Panik, ihr Herz klopft stark.
Die betroffene Person ist sehr empfindlich gegenüber Licht und Geräuschen
Die betroffene Person hat einen harten Puls
Die betroffene Person hat nachts plötzliche Schmerzen (Ohrenschmerzen)
Die betroffene Person will viel trinken, sie schwitzt jedoch nicht
Aconitum napellus ist das Hauptmittel im Frühstadium des Krupp-Husten
Aconitum napellus ist das Hauptmittel bei Harnverhalt bei Säuglingen
Betroffene Personen haben starke Schmerzen, sie schreien vor Schmerzen
Betroffene Personen schwitzen nicht, selbst dann nicht, wenn sie ein hohes Fieber haben
Betroffene Personen haben eine trockene heiße Haut
Betroffene Personen haben Schwindelgefühl, ausgelöst durch Angst oder Schreck
Betroffene Personen verspüren starke Nervenschmerzen im Gesichtsbereich
Betroffene Personen können schlecht schlafen, haben Schlafstörungen, Auslöser dafür sind Angst und Panik oder auch geistige Überreiztheit
Betroffene Personen können nach Schock nicht urinieren
Dieses Mittel sollte zu Beginn der aufkommenden Beschwerden eingesetzt werden!