Das homöopathische Mittel Stramonium wird aus dem Stechapfel hergestellt.
Der Stechapfel enthält starke Halluzinogene, die man im Mittelalter zur Behandlung von Krankheiten einsetzte. Auch die Naturvölker Amerikas, die Indianer, benutzten den Stechapfel für ihre schamanische Riten.
Der Stechapfel enthält stark wirkende Suchtstoffe. Früher setzte man ihn besonders gegen Schmerzen ein, z.B. bei Rheumaschmerzen, bei Neuralgien und bei Ischias. Laut Überlieferung sollen Soldaten im 16. Jahrhundert Stechapfel vor einer Schlacht gegessen haben, um sich schon im Vorfeld zu betäuben, falls sie verwundet würden.
Der Stechapfel entspannt zudem die Muskulatur in den Bronchien und in den Verdauungs- und Harnwegen, zudem reduziert er die Schleimsekretproduktion.
Vorsicht: Der Stechapfel ist sehr giftig. Er verursacht Halluzinationen und Wahnvorstellungen. Verwenden Sie den Stechapfel niemals unverdünnt, sondern ausschließlich in homöopathischer Form oder in Form von Fertigpräparaten!
Das homöopathische Mittel Stramonium, das Hahnemann in seiner Arzneimittellehre beschrieben hat, empfiehlt sich bei Personen mit einer gewalttätigen Aktivität des Gehirns. Verursacht bzw. hervorgerufen wird diese Aktivität durch nervöse Störungen.
Stramonium passt zu Personen, besonders jedoch zu Kindern, die zur Gewalt neigen. Sie treten, sie beißen, sie schlagen um sich, sie sind zerstörerisch. Und sie werden schnell wütend.
Allerdings haben sie auch Angst vor Dunkelheit, man findet sie deshalb nicht selten im Hellen schlafend.
Die zu Stramonium passenden Personen haben zudem plötzliche Ausbrüche von starker Angst.
Diese auftretende Wut und Gewalttätigkeit kann durch eine tiefliegende Angst verursacht sein. Manchmal sind sie die Folgen eines Missbrauchs oder eines Unfalles. Es kommt, wie oben beschrieben, zur Angst vor der Dunkelheit oder aber auch zur Angst vor Wasser.
Meist sind diese Personen auch sehr aktiv, ja wirklich hyperaktiv. Auch für die Sexualität trifft das zu, sie sind sexuell ebenfalls sehr aktiv.
Diese Personen neigen zum Stottern. Sie haben zuweilen religiöse Wahnvorstellungen, sie beten oft und innig, und sie missionieren unaufhörlich ihre Umwelt.
Langes schlafen kann die Symptome verstärken.
Die Anwendungsgebiete von Stramonium sind vielfältig. So kann es z.B. bei
Nächtlichen Schreckenszuständen helfen, etwa bei Kindern. Die Person erwacht laut schreiend, erkennt niemanden mehr, sie klammert sich an die umher stehenden Personen oder schlägt nach ihnen. Nach dem Anfall wissen sie von nichts mehr.
Bei Krämpfen
Bei chronischen Infektionen
Bei Erregungszuständen
Bei Fieber und Brustbeschwerden, die durch Wut oder einen Schrecken ausgelöst wurden
Bei Delirium, bei sog. Tics, bei Krämpfen, bei Morbus Parkinson
Bei Erkrankungen des Nervensystems
Bei schweren psychischen Problemen, wie z.B. eine manische Depression oder bei Schizophrenie, besonders dann, wenn dazu Halluzinationen auftreten oder die Person gewalttätig wird
Hauptsächlich bei Erkrankungen des Nervensystems, die mit Angst oder Muskelkrämpfen auftreten
Bei Panikattacken in der Nacht, besonders bei Kindern
Bei Asthma und Atemnot, wenn es zu einem Engegefühl in der Brust kommt oder die Person trocken und pfeifend hustet. Dazu tritt Angst oder Wut auf.
Bei Bronchitis, wenn sich gelblicher bis grünlicher Schleim bildet, die Person keucht und hustet, wenn sie Atemnot hat, und wenn die Auslöser Angst oder Wut waren
Hauptanwendungsgebiete von Stramonium sind
Albträume
Aggressivität
Asthma
Hyperaktivität
Verhaltensstörungen
Krämpfe
Typische Potenzen sind die Potenzen D6 bis D12.
Typische Symptome, die die betroffenen Personen zeigen sind u.a.
Die betroffene Person stammelt oder stottert. Ursache dafür ist Nervosität
Die betroffene Person produziert wenig Urin, muß wenig urinieren
Die betroffene Person hat eine verminderte Schweißbildung
Die betroffene Person hat wiederkehrende Zuckungen
Die betroffene Person hat unruhige Beine
Die betroffene Person hat großen Durst, vor allem auf saure Getränke
Die betroffene Person hat hohes Fieber mit brennendem Durst
Die betroffene Person schreckt in der Nacht auf
Die betroffene Person hat Angst vor der Dunkelheit
Die betroffene Person hat Halluzinationen
Die betroffene Person Fieberkrämpfe. Ihre Glieder zucken unkontrollierbar, ihr Herz und ihr Puls schlagen schnell
Die betroffene Person hat Gewaltanfälle, sie ist schnell erregbar, zuweilen orientierungslos und verwirrt
Die betroffene Person neigt zur Wut oder Angst
Die betroffene Person neigt zuweilen auch zur Geschwätzigkeit, Visionen oder hört Stimmen, die mit ihr reden
Die betroffene Person lästert oft über andere Menschen
Die betroffene Person verhält sich obszön
Die betroffene Person verhält sich wahnhaft religiös
Die betroffene Person hat Angst vor glänzenden und glitzernden Dingen
Die betroffene Person hat Angst vor fließendem Wasser