Das homöopathische Mittel Thuja occidentalis wird aus dem Lebensbaum hergestellt. Dieser Lebensbaum gehört zu den Zypressengewächsen. Zur Herstellung des homöopathischen Mittels verwendet man die frischen Blätter und die Zweige einer einjährigen Pflanze.
Früher wurde der Thuja-Baum schon von Indianern zu Heilzwecken angewandt. Sie setzten Thuja z.B. gegen Fieber ein, auch gegen Husten, bei Menstruationsbeschwerden, bei Kopfschmerzen und bei Muskelschmerzen bzw. Gelenkschmerzen. Zudem scheint die Pflanze auch eine gewisse Wirkung bei Gicht und Malaria zu haben.
Durch europäische Siedler kam die Thuja dann schließlich auch nach Europa. Viele kennen z.B. die Thuja als beliebte Baumart für den Garten.
Hahnemann selbst untersuchte das homöopathische Mittel Thuja occidentalis und er nahm es in seine Arzneimittellehre auf.
Thuja occidentalis passt zu Personen, die schnell und oft frieren, ihnen ist oft kalt, sie vertragen kein feuchtes oder kaltes Wetter. Sie bekommen davon schnell eine Erkältung oder auch Rheuma.
Es passt zudem zu sensiblen und ängstlichen Personen, sie sind unsicher, glauben, daß sie nicht liebenswert sind. Sie sind ständig bestrebt, die Welt zu verbessern und sie freundlicher zu machen, sobald aber negative Reaktionen aufkommen, geben sie auf, ziehen sich zurück, neigen zu Depression.
Diese Personen haben zuweilen auch fanatische Ideen oder eine Paranoia, sie glauben zu Teil, daß andere sie manipulieren und für ihre Zwecke missbrauchen wollen. Außerdem können sie zuweilen schlecht schlafen.
Ängstliche, sensible Menschen, die leicht zu verunsichern sind, die das Gefühl haben, daß sie nicht liebenswert sind, sprechen am besten auf Thuja an. Sie versuchen immer, die Welt etwas freundlicher zu gestalten, aber wenn negative Reaktionen zurückkommen, geben sie schnell auf, werden verschlossen und depressiv.
Manchmal entwickeln diese Menschen fanatische Ideen oder Paranoia, sie haben zu weilen das Gefühl, daß andere versuchen, sie zu manipulieren. Zudem neigen sie dazu, schlecht zu schlafen.
Man setzt Thuja occidentalis in der Homöopathie u.a. mit großem Erfolg äußerlich bei Warzen ein. Thuja occidentalis hilft auch bei verschiedenen Hautkrankheiten, z.B. bei Ausschlägen, Polypen Flechten, bei Gürtelrosen oder bei eiternden Geschwüren. Aber auch bei nässenden und gestielten Warzen kann Thuja helfen, ebenso gegen Altersflecke oder gegen brüchige und gerillte Finger- oder Zehennägel.
Das homöopathische Mittel Thuja eignet sich auch gegen Harnröhrenentzündungen, wenn der Urin nur schwach, aber dafür oft, abfließt. Der Harn tröpfelt dann etwas nach.
Ein weiteres Einsatzgebiet sind auch Warzen oder Herpes im Genitalbereich.
Leidet man unter stechenden Kopfschmerzen, unter eine Zahnfleischentzündung oder auch Zahnschmerzen, kann Thuja ebenfalls helfen, ebenso bei Sinusitis und Katarrhen, wenn faulig duftender, gelblich bis grüner Schleim entwickelt wird, oder auch bei Nasenpolypen.
Frauen, die unter Menstruationsproblemen leiden, z.B. wenn die Monatsblutung zu früh und zu schwach ist, wenn es im Bereich ihrer Eierstöcke, besonders links, schmerzt, können Thuja ebenfalls einsetzen. Oder auch bei bestehenden Eierstockzysten.
Thuja occidentalis stellt eher ein klassisches Konstitutionsmittel dar. Eine Selbstbehandlung in Hochpotenzen sollte nicht erfolgen, dies ist einem erfahrenen Naturheilpraktiker vorbehalten.
Typische Potenzen sind die Potenzen von D6 bis D12.
Die Hauptanwendungsgebiete für Thuja sind jedoch
Warzen
Schnupfen
Kopfschmerzen
Polypen
Nagelstörungen
Impfbeschwerden
Andere typische Anwendungsgebiete von Thuja
Bei Hauterkrankungen
Bei Schleimhauterkrankungen
Bei einer schwachen Verdauung
Bei Rheumatismus
Bei psychischen Verstimmungszuständen
Bei Blähungen und anderen Problemen, die durch das Essen von Zwiebeln auftreten
Typische Symptome für Thuja
Die betroffene Person leidet unter einer chronischen Erkältung oder einem Katarrh, auftretend mit gelblichen bis grünen eitrigen Absonderungen
Die betroffene Person hat fleischige oder blumige Warzen, sie bluten oder nässen zuweilen
Die betroffene Person hat Polypen
Die betroffene Person hat weiche Fingernägel, sie sind eingedellt oder blättern ab
Die betroffene Person hat Beschwerden nach einer Impfung
Die betroffene Person schwitzt stark an unbekleideten Körperstellen
Die betroffene Person hat Hautausschläge, die nur an bedeckten Stellen auftreten
Die betroffene Person hat fettige und unreine Haut
Die betroffene Person verträgt weder Nässe noch Kälte, dadurch kommt es zu rheumatischen Beschwerden oder Neuralgien (Nervenentzündungen), auch zu Katarrhen der Schleimhäute bzw. zu Erkältungen
Die Beschwerden sind eher linksseitig
Die betroffene Person hat oft ein Gefühl, als wäre es zu kalt
Die betroffene Person hat linksseitige Kopfschmerzen
Weitere Anwendungsgebiete für Thuja occidentalis
Thuja occidentalis hilft bei Hautbeschwerden, bei Kopfschmerzen, bei Atemwegserkrankungen und bei Menstruationsbeschwerden.
Typisch für die Beschwerden ist, daß Schmerzen lokal auftreten, daß die betroffene Person erschöpft und matt ist, und auch daß die betroffene Person schnell an Gewicht verliert.
Die betroffene Person riecht stark nach Schweiß
Die betroffene Person hat Kopfschmerzen, die durch Stress ausgelöst wurden
Die betroffene Person hat Karies, sie hat ein angeschwollenes Zahnfleisch
Die betroffene Person produziert chronisch grünen bis gelblichen Schleim
Die betroffene Person hat am Morgen keinen Appetit
Thuja occidentalis hilft auch bei Menstruationskrämpfen
Die betroffene Person hat große Warzen, die nässen und stechen
Die betroffene Person hat schuppige Hautstellen
Die betroffene Person hat Juckende Hauterkrankungen
Die betroffene Person hat Altersflecken
Die betroffene Person schwache oder unförmige Nägel
Die betroffene Person hat eine urologische Erkrankung, die Harnröhre ist geschwollen und entzündet, sie hat einen nur schwachen Urinstrahl, muß oft urinieren, ist zuweilen auch inkontinent
Die betroffene Person hat Genitalwarzen oder Herpes
Die betroffene Frau hat Geschwüre oder Polypen in ihrer Gebärmutter
Das homöopathische Mittel Thuja kann auch bei einer unterdrückten Gonorrhoe (Tripper) verwendet werden
Die betroffene Person hat einen Katarrh oder eine Nebenhöhlenentzündung, bzw. auch eine chronische Nasennebenhöhlenentzündung
Die betroffene Person hat Asthma
Die betroffene Person hat Nasenpolypen, die mit dicken grünen und blutigen Schleim und Eiter auftreten
Die betroffene Frau hat Menstruationsbeschwerden, z.B. eine zu frühe oder spärliche Regelblutung
Die betroffene Frau hat Menstruationsschmerzen, speziell über dem linken Eierstock lokalisiert